Berlin. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will das Weltverkehrsforum (ITF) Ende Mai in Leipzig nutzen, um die Bedeutung des Güterkraftverkehrsgewerbes trotz der weltweiten Finanzkrise zu unterstreichen. Wie er am Freitag im Vorfeld des internationalen Forums für Verkehr, Logistik und Mobilität in Berlin betonte, sei eine gut funktionierende Logistikbranche notwendig, um das Wirtschaftswachstum nach der Krise wieder anzukurbeln. „Der aktuelle Konjunktureinbruch schlägt sich auch in zurückgehenden Frachtaufkommen und damit in der bisherigen Wachstums- und Erfolgsbranche Verkehr und Logistik nieder“, bedauerte der SPD-Politiker. ITF-Generalsekretär Jack Short nannte die bisherigen Auswirkungen der Krise „sehr ernst“. Diese könnten dazu führen, dass global angelegte Produktionsketten verkürzt würden. Wegen des Optimismus der letzten Jahre sei die Produktion von Transportmitteln hochgefahren worden, und jetzt hätten sich auf allen Sektoren Überkapazitäten ergeben, die wiederum auf die Raten drückten. „Wir wissen nicht, wann die Krise überwunden sein wird“, sagte Short, fügte aber hinzu: „Die Ursachen für das Wachstum haben sich nicht verändert“. Der türkische Verkehrsminister und diesjährige Präsident des Forums, Binali Yildirim, erklärte am Freitag, das ITF biete eine gute Gelegenheit, gemeinsame Lösungsansätze zur Überwindungen der Konjunkturflaute zu finden. Die Länder dürften ihre Märkte aufgrund der Krise keinesfalls abschotten. Das Weltverkehrsforum, eine Organisation von inzwischen 52 Verkehrsministern, veranstaltet vom 26. bis 29. Mai in Leipzig ihren jährlichen Kongress, der ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise steht. (jök)
Weltverkehrsforum steht im Zeichen der Wirtschaftskrise
Experten aus 52 Mitgliedsstaaten diskutieren Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage auf den Verkehrssektor