Aachen/Bielefeld. Im aktuellen Tarifkonflikt des privaten Güterverkehrsgewerbes von Nordrhein-Westfalen haben in der Nacht zum Mittwoch die ersten Warnstreiks begonnen. Betroffen waren zwei Logistik-Betriebe von Hermes in Eschweiler bei Aachen und Bielefeld, teilte die Gewerkschaft Verdi auf Anfrage mit. Hintergrund seien gescheiterte Verhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Branche. Die Gewerkschaft hatte sieben Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung gefordert. "Insgesamt 30 Kollegen sind für die Dauer ihrer kompletten Schichten bis zum Morgen in den Streik getreten. Bisher läuft alles nach Plan", sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Uwe Speckenwirth. Obwohl aus Sicht von ver.di eine Einigung in der vierten Verhandlungsrunde möglich gewesen wäre, haben die Arbeitgeber Speckenwirth zufolge die Signale in die andere Richtung gestellt. "Sie legten zwar ein Angebot vor, stellten aber zugleich Bedingungen, bevor überhaupt über prozentuale Lohn- und Gehaltserhöhungen verhandelt wurde." Diese Bedingungen habe die Verdi-Tarifkommission als nicht verhandelbar zurückgewiesen. "Mit den Warnstreiks, die in den nächsten Tagen und Wochen ausgeweitet werden, sollen die Arbeitgeber dazu bewegt werden, ein einigungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen", teilte die Gewerkschaft mit. (dpa)
Warnstreiks im Speditionsgewerbe in Aachen und Bielefeld
Tarifkonflikt des privaten Güterverkehrsgewerbes von Nordrhein-Westfalen: Zwei Hermes-Betriebe betroffen