Moskau. Die staatseigene russische Bahn RZD musste in ihrer Bilanz für das erste Halbjahr 2008 ein Abflauen des Wachstumstempos feststellen. Während die Beförderungszahlen im Personenverkehr stagnieren, legte der Frachtumschlag jedoch um 2,9 Prozent auf 677,6 Millionen Tonnen zu. Vor einem Jahr hatte man noch vier Prozent Plus gemeldet. In Tonnenkilometer gerechnet ergab sich allerdings ein solider Zuwachs von acht Prozent. Der Reingewinn des Unternehmens lag bei 18,8 Milliarden Rubel (515 Millionen Euro). Vor allem im zweiten Quartal hätte sich eine deutliche Verlangsamung des seit einigen Jahren anhaltenden Wachstums gezeigt, so die RZD. Die Konzernführung sei darüber „ernsthaft beunruhigt“. Laut RZD-Chef Wladimir Jakunin lässt vor allem die Transportgeschwindigkeit im riesigen RZD-Netz zu wünschen übrig. Selbst gesetzte Verbesserungsziele seien nicht erreicht worden, kritisierte er. (ld)
Wachstum bei russischer Eisenbahn flacht ab
RZD-Chef Jakunin kritisiert zu geringe Transportgeschwindigkeit im eigenen Netz