Wiesbaden. Insgesamt betrug nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes von Januar bis September 2004 die Menge der umgeschlagenen Güter etwas über 203 Millionen Tonnen, knapp 15 Millionen Tonneno der 7,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Versand in das Ausland hat mit knapp zehn Prozent am stärksten zugenommen, gefolgt vom Empfang aus dem Ausland mit etwas über sieben Prozent. Der innerdeutsche Verkehr, der in den ersten sechs Monaten dieses Jahres noch das prozentual stärkste Wachstum aufwies, stagnierte dagegen. Allerdings macht der Seeverkehr zwischen den deutschen Seehäfen nur etwa drei Prozent des gesamten Seegüterverkehrs aus. Differenziert nach Gütern machten Halb- und Fertigerzeugnisse mit 70,6 Millionen Tonnen etwa ein Drittel aller umgeschlagenen Güter aus und haben verglichen mit den ersten neun Monaten des Vorjahres um über 13 Prozent zugenommen. Ein noch stärkerer Zuwachs ist bei den Mineralölerzeugnissen festzustellen, deren Umschlag um 17 Prozent auf knapp 49 Millionen Tonnen zunahm und etwa ein Viertel des gesamten Seegüterumschlags ausmacht. Abnahmen ergaben sich nur beim Umschlag von Steinen und Erden mit knapp 2 Prozent, bei den Düngemitteln mit etwas über 8 Prozent und bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit einem Minus von über 22 Prozent. Weiterhin überdurchschnittlich zugenommen hat die Menge der in Containern transportierten Güter. Hier werden für den Zeitraum von Januar bis September 2004 knapp 7,9 Millionen TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) geschätzt, ein Plus von knapp zwölf Prozent.
Von Januar bis September knapp 8 Prozent mehr Seegüterumschlag
Der sich schon im ersten Halbjahr 2004 abzeichnende stabile Wachstumstrend beim Güterumschlag in der Seeschifffahrt hat sich nach Vorliegen der ersten geschätzten Daten für das dritte Quartal weiter verstärkt.