Berlin. Parallel zum Rechtsstreit zwischen der Gewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn bemüht sich die Bahn um die Einschaltung eines Vermittlers in dem Tarifkonflikt. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale telefonierte am Mittwoch mit dem GDL-Vorsitzenden Manfred Schell und regte nochmals den Einsatz eines Vermittlers an. Eine Entscheidung in dieser Frage gab es zunächst nicht. Die Bestellung eines Vermittlers könne schnell gehen, sagte Suckale in Berlin: „Wir könnten ihn heute benennen und uns morgen an einen Tisch setzen.“ Die Bahn habe für die Aufgabe zwei Personen in der engeren Wahl. Einen Namen nannte sie nicht. Denkbar seien auch zwei Vermittler, für jede Seite einer. Auch Manfred Schell, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) forderte den Konzern zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf: „Macht die Tür auf zu Verhandlungen.“ Schell bestätigte, dass es zwischen den zerstrittenen Tarifparteien erste Gespräche darüber gab, wer als Moderator vermitteln könnte. „Eine Form von Bewegung kann nur sein, wenn wir einen Dritten ins Boot holen und richtig verhandeln.“ Es reiche ein Vermittler, wenn eine unparteiische Persönlichkeit gefunden werde. Der Gewerkschaftschef betonte: „Unumstößlich ist für uns die Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag.“ Über die Forderung von 31 Prozent mehr Geld und kürzeren Arbeitszeiten für das Fahrpersonal könne man reden. (dpa)
Vermittlung im Tarifstreit bei der Bahn

Beide Seiten zeigen unabhängig vom Rechtsstreit Gesprächsbereitschaft, sollte man sich auf einen Vermittler einigen