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"Verlader-Konzept" verspricht Rechtssicherheit entlang der Transportkette

"Verlader-Konzept" verspricht Rechtssicherheit entlang der Transportkette
Das System verspricht Rechtssicherheit für alle am Transport Beteiligten
© Foto: Fotolia/VILevi

Die Janz-Akademie hat ein Compliance-System für die Transportkette entwickelt: Verlader, Spediteure und Transportunternehmen sind eingebunden.


Datum:
29.04.2016
Autor:
Katharina Spirkl
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Ulm. Der Logistik-Weiterbildungsexperte Janz-Akademie hat für Verlader, Spediteure und Transportunternehmer ein durchgängiges Konzept für Rechtssicherheit entlang der gesamten Transportkette entwickelt. Das „Verlader-Konzept“ soll Transparenz hinsichtlich der Qualität und Rechtskonformität aller beteiligten Dienstleister zwischen Versender und Empfänger einer Ware schaffen. Die Lösung besteht aus Vor-Ort-Prüfungen und einem webbasierten Compliance-Management-System speziell für die Logistikbranche.

Hintergrund sei die wachsende Zahl an Pflicht-Dokumenten und Vorschriften wie zum Beispiel die Kabotage-Regeln oder EU-Lizenzen sowie die Mithaftung der Verlader für Versäumnisse beauftragter Spediteure und Transportunternehmer, heißt es von der Janz Akademie. „Der Verlader konnte bisher nur darauf vertrauen, dass seine Spediteure und die durch sie beauftragten Subunternehmer rechtskonform arbeiten“, erklärt Geschäftsführer Florian Janz. Mit dem Verlader-Konzept schaffe man jetzt Gewissheit und Transparenz. So könnten Auftraggeber ihre straf- und bußgeldrechtliche Verantwortung minimieren.“

Die Lösung besteht zum einen aus Vor-Ort-Prüfungen durch die Berater der Janz Akademie: Während der Verlader-Check die Organisation des Auftraggebers prüft, zielt der „Fuhrpark-Check“ auf die Rechtskonformität der eingesetzten Spediteure. Die zweite Komponente des Verlader-Konzeptes ist das webbasierte Compliance-Managementsystem FUMO, das speziell für die Rechtssicherheit in der Logistikbranche entwickelt wurde.

Verlader können sich auf Portal über Speditionen informieren

Den Einstieg in das System bildet das „FUMO Profile“, das sich an Spediteure und Frachtführer richtet. Dabei handelt es sich um eine öffentlich zugängliche Informationsseite über eine Spedition. Sie verwaltet alle relevanten Versicherungspolicen, Genehmigungen und Nachweise, die dafür nur einmal hochgeladen und auf Plausibilität geprüft werden müssen. Speditionen können sich mit diesen Daten präsentieren und Verlader finden zuverlässige Partner - das vereinfache nicht nur die Auftragsabwicklung im Spotmarkt, heißt es von den Anbietern. Zudem erlaubt FUMO das Verwalten von Fahrzeugen und Fahrern.

Über das FUMO Cockpit haben Verlader und Auftraggeber Zugriff auf die Profile der von ihnen ausgewählten Transporteure. Aus dieser Perspektive ist sofort erkennbar, wenn einzelne Speditionspartner nicht mehr rechtssicher sind. Ein Ampelsystem zeigt an, wenn Termine anstehen oder Fristen auslaufen. Das Haftungsrisiko sinke, denn alle wichtigen Dokumente, Zertifikate sowie das gesetzliche Know-How sind im System verfügbar, verspricht die Janz-Akademie. Durch individuelle Prüfkriterien und Fristen können auch firmeninterne Abläufe oder Qualitätskriterien abgebildet werden.

System zeigt, wenn Genehmigungen auslaufen

Im FUMO Monitor können neben de FUMO Profilen auch die eigenen Fahrzeuge, Fahrer und Verträge verwaltet werden. Der Monitor funktioniert wie ein Fuhrparkmanagement-System, das dem Unternehmer oder Fuhrparkleiter mit Hilfe eines Ampelsystems auf einen Blick zeigt, ob und an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht. Sobald sich ein einzelner Prüfpunkt - wie zum Beispiel der aktuelle Nachweis der EU-Genehmigung - nicht mehr im grünen Bereich befindet, schlägt FUMO an. Den zu behebenden Mangel sieht dann nicht nur der betroffene Fuhrparkhalter im FUMO Monitor, sondern auch der potenzielle Auftraggeber über das FUMO Cockpit.

Zuschüsse von BAG und BAFA

Weiterer wesentlicher Bestandteil des Verlader-Konzeptes ist der vor Ort von Beratern der Janz Akademie durchgeführte Fuhrpark-Check, den sich Transportunternehmer über BAFA und BAG bezuschussen lassen können, heißt es von der Janz-Akademie. Der Fuhrpark-Check beinhaltet die Ist-Aufnahme der Organisation vor Ort, die Auswertung und Analyse hinsichtlich einer rechtssicheren Transportlogistik sowie die Präsentation der Ergebnisse an Hand eines Ergebnisberichts. Werden die Anforderungen erfüllt, dann wird dies durch ein zwölf Monate gültiges Zertifikat dokumentiert. Andernfalls zeigt die Janz Akademie konkrete Entwicklungsmaßnahmen auf, deren Wirkung zu einem späteren Zeitpunkt erneut geprüft wird. Das Zertifikat haben die Janz Akademie und ein unabhängiger Expertenrat aus Polizisten, Juristen und Branchenkennern entwickelt. Zertifizierte Spediteure und Transportunternehmer werden in FUMO besonders gekennzeichnet. (ks)

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