Verkehrspolitiker fordern deutlichen Abbau von Verkehrschildern

07.08.2006 09:04 Uhr
Schilder
© Foto: ddp

20 Millionen Verkehrsschilder regeln in Deutschland den Verkehr – laut ADAC sind gut ein Drittel aller Schilder überflüssig

Berlin. Verkehrspolitiker haben einen Abbau von überflüssigen Verkehrsschildern an Straßen und Plätzen gefordert. „Wir müssen den Schilderwald auf deutschen Straßen endlich deutlich abbauen“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer (CDU), der „Berliner Zeitung“. Der Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann sagte: „In unserem Schilderwald gibt es noch viel Unkraut zu jäten.“ Das Bundesverkehrsministerium forderte die Kommunen, die die „Schilderhoheit“ besäßen, zu mehr Zurückhaltung beim Aufstellen von Verkehrszeichen auf: „Wir müssen alles an Schildern einsammeln, was unnötig ist“, sagte ein Sprecher der Zeitung. In Deutschland gibt es nach Angaben des ADAC rund 2O Millionen Verkehrsschilder. Das macht im Schnitt alle 28 Meter ein Schild. „Gut ein Drittel aller Schilder sind überflüssig“, sagte ADAC-Experte Andreas Hölzel. Die niedersächsische Kleinstadt Bohmte bei Osnabrück (13.500 Einwohner) ist nach dem Bericht die erste deutsche Gemeinde, die quasi schilderfrei werden will. Sie beteilige sich an einem EU-Projekt, das mit völlig neuen Methoden zur Verkehrsberuhigung und mehr Verkehrssicherheit in Innenstädten beitragen will. (dpa/tz)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.