Verkehrsclub kritisiert geplante Projekte in Niedersachsen

30.10.2006 11:48 Uhr

VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming fordert mehr Kapazitäten für die Bahn

Hannover. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die vom Bund vorgestellten Verkehrsprojekte für Niedersachsen in Teilen scharf kritisiert. „Aus fachlicher Sicht wundern wir uns, welche merkwürdigen Projekte der Bund plötzlich wieder auf die Tagesordnung gesetzt hat“, sagte der niedersächsische VCD-Landesvorsitzende Michael Frömming am Sonntag. So mache die Y-Trasse keinen Sinn für die Hafenanbindungen. Stattdessen sollten mit weniger Ausbauinvestitionen mehr Kapazitäten für die Bahn geschaffen werden, forderte Frömming. Es sei „unglaublich, wie leichtfertig rund 1,3 Milliarden Euro Steuergelder geopfert werden sollen“. Auch die geplanten 1,6 Milliarden Euro für den Straßenverkehr lehnt der VCD ab: „Sonntags predigen Politiker angesichts der Klimaveränderungen die Verkehrswende zu Gunsten der Bahn, ab Montag wird das Gegenteil pro Straße beschlossen.“ Nach seiner Ansicht muss der Ausbau des regionalen Schienenverkehrs endlich auf „Top 1 der Prioritäten gesetzt werden“. Heute nutzten 40 Prozent mehr Menschen die Regionalzüge als noch vor zehn Jahren. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte am Freitag den Vorentwurf des Investitionsrahmenplans an die Bundestagsabgeordneten versandt. Danach sollen in den kommenden fünf Jahren unter anderem der sechsspurige Ausbau der Autobahn A1 zwischen Bremen und Hamburg, die so genannte Y-Trasse für die Bahnverbindung zwischen Hannover, Bremen und Hamburg sowie der Ausbau der Schienenstrecke zum geplanten Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven finanziert werden. (dpa/tz)

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