Berlin. Die Energieeffizienz aller Verkehrsmittel konnte in den letzten 20 Jahren durch Verbesserungen bei Antrieben und Fahrzeugen deutlich erhöht werden, dennoch ist der Energieverbrauch in diesem Sektor aufgrund steigender Verkehrsleistungen kaum zurückgegangen. Das geht aus der Publikation „Verkehr. Energie. Klima“ hervor, die die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit Unterstützung des Mineralölkonzern Total Deutschland veröffentlicht hat. Sie bündelt aktuelle Daten und Fakten zu Energie- und Klimatrends im Verkehrssektor über alle Verkehrsträger.
„Die Zahlen sprechen für sich: Auch wenn unsere Fahrzeuge effizienter geworden sind und der CO2-Ausstoß pro Kilometer sinkt, werden die erzielten Effizienzgewinne durch das deutliche Verkehrswachstum stark geschmälert“, betonte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Um den Energieverbrauch im Mobilitätssektor bis 2020 um 10 Prozent zu senken, müsse die Energieeffizienz weiter steigen, die Kraftstoffbasis auf ein breiteres Fundament gestellt und innovative Mobilitätskonzepte entwickelt werden, forderte Kohler.
Steigende Energieeffizienz
Durch die Reduktion der spezifischen Energieverbräuche konnte die Energieeffizienz aller Verkehrsmittel in den vergangenen 20 Jahren verbessert werden. Dabei wurden die stärksten Verbrauchsminderungen beim Schienenverkehr (46 Prozent bei Gütern und 32 Prozent bei Personen), im Flugverkehr (44 Prozent bei Gütern und 33 Prozent bei Personen) sowie beim LKW- (36 Prozent) und PKW- Verkehr (20 Prozent) erzielt
Der Energieträger Öl dominiert weiterhin die Mobilität in Deutschland. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Kraftstoffverbrauch in Deutschland liegt mit knapp sechs Prozent deutlich unter den Anteilen in anderen Sektoren wie der Wärme- und Stromproduktion.
Güterverkehr findet auf der Straße statt
Der Güterverkehr wird erheblich durch den Transport auf der Straße geprägt: Fast drei Viertel der Güterverkehrsleistung wird mit über 4,6 Millionen LKW erbracht. Hier liegt der Anteil der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bei unter einem Prozent. (diwi)