Washington. Große Frachtschiffe stoßen mehr als doppelt so viel Ruß aus wie bisher angenommen und könnten damit zum Klimawandel beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Auszügen veröffentlichte Studie der US-Umweltbehörde NOAA (National Oceanic and Athmospheric Administration) und der Universität Colorado. Demnach produzieren Tanker und Containerschiffe ein halbes Gramm Ruß pro Kilogramm verbranntem Treibstoff. Schlepperboote stießen sogar fast doppelt so viel Ruß aus. Sollten in Zukunft Schiffsrouten durch arktische Gewässer führen, bestünde dort ein zusätzliches Risiko für das Klima, warnen die Wissenschaftler in der nach ihren Angaben ersten repräsentativen Studie zu diesem Thema. Laut der Untersuchung absorbieren die winzigen schwarzen Rußpartikel Sonnenlicht, produzieren Nebel und beeinflussen Wolkenbildung und Regenfälle. Ein früherer Bericht habe zudem gezeigt, dass in Küstennähe Luftpartikelverschmutzung durch Schiffe ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Menschen darstelle, heißt es in der Studie weiter. Rußteilchen seien für rund ein Viertel davon verantwortlich, stellt der Leiter der Untersuchung, Daniel Lack, fest. Die Studie basiert auf der Auswertung der Emissionen von 96 Schiffen. (dpa)
US-Studie: Ruß von Frachtschiffen ist Gefahr für das Klima
Ausstoß von Rußteilchen bei Frachtschiffen liegt höher als bislang angenommen / US-Forscher warnen vor negativen Folgen für Klima und Gesundheit