Atlanta/USA. „Wir sehen keine Anzeichen einer wirtschaftlichen Besserung im zweiten Quartal“, warnte UPS-Finanzchef Kurt Kuehn am Mittwoch in Atlanta (Georgia). Im ersten Quartal stieg der Überschuss zwar nach Sonderbelastungen ein Jahr zuvor um 7,5 Prozent auf 906 Millionen Dollar. Ohne diese verzerrenden Effekte sank der Gewinn aber um mehr als 9 Prozent. Der Umsatz stieg um 6,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar (8,0 Milliarden Euro). „Die US-Konjunktur hat sich rascher verschlechtert als erwartet“, sagte Unternehmenschef Scott Davis. UPS hatte bereits vor dem Gewinneinbruch gewarnt. Auch Konkurrent FedEx schraubte nach einem jüngsten Rückgang beim Überschuss seine Prognosen zurück. Für 2008 peilt UPS nun einen Gewinn je Aktie zwischen 3,90 und 4,20 Dollar an nach zuvor noch bis zu 4,50 Dollar. Im internationalen Geschäft lief es für UPS etwas besser als auf dem Heimatmarkt. Der Umsatz legte hier um fast 16 Prozent zu. Das weltweite Paketvolumen stagnierte bei rund 15 Millionen Paketen pro Tag. In den USA wählten jedoch weniger Kunden teurere Serviceangebote wie schnelle Übernacht-Lieferungen.
UPS wegen Ölpreis und US-Krise mit weniger Gewinn
Der KEP-Dienst UPS leidet immer stärker unter der US-Konjunkturkrise und kappt seine Gewinnerwartung für 2008 deutlich. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis brach im ersten Quartal auch wegen der rekordhohen Spritkosten ein.