Dinkelsbühl/Augsburg. Dem Lastwagen-Fahrverbot auf der Bundesstraße 25 bei Dinkelsbühl droht möglicherweise wenige Monate nach seiner Einführung schon wieder das Aus. 14 Unternehmen aus Schwaben hätten beim Verwaltungsgericht Ansbach Klage gegen das Durchfahrverbot eingereicht, teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben am Donnerstag in Augsburg mit. Das Verbot müsse vom Tisch, weil es auch um eine Grundsatzfrage gehe, betonte die IHK in einer Mitteilung. Das Bundesstraßennetz dürfe nicht zu einem für Speditionsunternehmen undurchschaubaren „Flickerlteppich“ werden. Die Klage der Unternehmen wird von zwei Branchenverbänden unterstützt. Sie bezweifeln, dass es sich bei dem Lastwagenverkehr auf der B25 um Mautausweichverkehr handelt, wie von der Stadt Dinkelsbühl und einigen Nachbarorten behauptet wird. Die Bundesstraße sei schon vor der Autobahn-Maut von Lastwagen als direkte Verbindung zwischen Augsburg und Nordschwaben zum Autobahnkreuz Feuchtwangen genutzt worden, betonten die Kläger. Nach jahrelangem juristischen Tauziehen hatten die Behörden Anfang des Jahres die Bundesstraße 25 im südlichen Mittelfranken auf einer Strecke von rund 20 Kilometern für den Lastwagenverkehr gesperrt. Das Durchfahrverbot gilt vorerst bis zum März 2010. Das Fahrverbot hatte jahrelang die Gerichte beschäftigt, bis das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Frühjahr 2008 das Lastwagenverbot prinzipiell für zulässig erklärte. Nach Erkenntnissen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) hat der Lastwagenverkehr durch Dinkelsbühl seit der Sperre deutlich abgenommen (dpa/ak)
Unternehmen klagen gegen Lkw-Fahrverbot auf B25
Dem Lastwagen-Fahrverbot auf der Bundesstraße 25 bei Dinkelsbühl droht möglicherweise wenige Monate nach seiner Einführung schon wieder das Aus