Unmut bei Hamburg Port Authority: Offenbar Wechsel an der Spitze

31.05.2006 17:53 Uhr

Schlechter Zustand der Hamburger Hafenbahn zeigt Konsequenzen: Nach Medienberichten stehen die Geschäftsführer Manfred Reuter und Hans Dücker vor der Ablösung

Schlechter Zusatnd der Hamburger hafenbahn zeigt Konsequenzen: Nach Medienberichten stehen die Geschäftsführer Manfred Reuter und Hans Dücker vor der Ablösung Hamburg. Der anhaltende Ärger über den schlechten Unterhaltungszustand der Hamburger Hafenbahn - und anderer Ärger - könnten über kurz oder lang personelle Konsequenzen nach sich ziehen. So berichtet die Bild-Zeitung in ihrer Mittwoch- Hamburg-Ausgabe, dass die beiden Geschäftsführer der Hamburg Port Authority (HPA), Manfred Reuter und Hans Dücker, um ihren Job fürchten müssen. Dem Bericht zufolge soll man in der Hamburger Wirtschaftsbehörde (vergleichbar einem Länderministerium, d. Red.) extrem verärgert sein über die beiden HPA-Chefs, weil diese ihre Erkenntnisse über den schlechten Unterhaltungszustand des Hafenbahn-Netzes gegenüber Hafen- und Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) nicht ausreichend weitergegeben haben. Aus Top-Führungskreisen der norddeutschen Seehafenverkehrswirtschaft vernahm die VerkehrsRundschau sogar diesen Satz: „Wenn die beiden nicht gehen müssen, dann wir es eng für den Hamburger Hafensenator." Auch der Vorstandsvorsitzende der Norddeutschen Affinerie (NA), Dr. Werner Marnette, lässt kein gutes Haar an der HPA. Aufgrund der Unterlassungen beim Ausbau und Unterhalt der Hafenbahn könnte der Standort Hamburger Hafen erheblichen Schaden nehmen. Marnette, Chef der größten Kupferhütte Europas, fordert die HPA auf, „endlich ihrem Anspruch gerecht zu werden und unternehmerisch für den Hafen zu handeln". Nach VerkehrsRundschau-Informationen beklagen sich inzwischen auch verschiedene Hafenunternehmen immer lauter darüber, dass sie vor dem Hintergrund der Absicht, einen neuen Containerterminal im mittleren Freihafen zu bauen, immer noch nicht wissen, welche Ersatzgrundstücke sie bekommen können. Auch das zentrale Ausbauvorhaben des zweitgrößten Hamburger Hafendienstleisters Eurogate - die so genannte „Westerweiterung" - gerät zunehmend unter Zeitverzug. Schon jetzt sei durch Versäumnisse bei der HPA ein Zeitrückstand von einem halben Jahr aufgelaufen. Durch die Westausdehnung müssen ebenfalls andere Hafenfirmen umsiedeln. (eha)

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