Der größte Mobilfunkanbieter der Welt, Vodafone, hat einem Bericht der Financial Times zu folge den Start der neuen Mobilfunkgeneration UMTS weit in das nächste Jahr verschoben. Nur noch Japan werde in diesem Jahr in den Genuß des Mobilfunks der dritten Generation kommen. Für Deutschland war der Start ursprünglich für den Herbst des laufenden Jahres geplant. Der Mobilfunker begründe den Rückzieher mit dem unzureichenden Qualitätsstandard der verfügbaren Handys. Von Wettbewerber Hutchison 3G war unlängst zu hören, dass es technische Probleme bei den UMTS-Tests gegeben hätte. Zuvor hat der erst vor kurzem gestartete Anbieter Quam die Segel gestrichen und alle Aktivitäten gestoppt. Das Gemeinschaftsunternehmen der spanischen Telefónica Móviles und des finnischen Mobilfunkers Sonera Oyj will seine UMTS-Lizenz aber noch nicht zurück geben. Mobilcom, ebenfalls im Besitz einer UMTS-Lizenz, streitet noch immer mit seinem Großaktionär France Télécom, ob, wann und in welcher Höhe die angeblich versprochenen Milliardeninvestitionen zum Netzaufbau fließen. Zudem kämpft das Unternehmen Noch ist die Frage offen, ob die anderen Wettbewerber, T-Mobile, E-Plus, und O2 die Rückzieher nutzen, um einen zeitlichen Vorsprung zu gewinnen, oder ob sie sich still und leise freuen, jetzt selbst mehr Zeit für den teuren Netzaufbau zu haben.
UMTS: Eile mit weile
Wer sich auf die Segnungen des breitbandingen M-Business via UMTS-Technologie gefreut hat, der hat jetzt noch etwas länger Zeit die Vorfreude zu genießen.