Der gewerbliche Gütertransport über die Schiene durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal ist seit dem 6. November wegen dringend notwendiger Sicherungsmaßnahmen auf dem französischen Güterbahnhofsgelände offiziell eingestellt. Von den "im Prinzip" regulär verkehrenden 15 bis 20 Kombitransporten pro Tag zirkulierten momentan lediglich 4 bis 5 als besonders dringlich deklarierte Züge, erklärten in Paris der französische Verladerverband A.U.T.F. und die britische Freight Transport Association in einem gemeinsamen Schreiben an den Pariser Transportminister Jean-Claude Gayssot und die französische Staatsbahn SNCF. Die beiden Verbände sehen hierin eine "erhebliche Beeinträchtigung des Güteraustauschs" zwischen beiden Ländern, der im Jahre 2000 ein Volumen von 2,9 Millionen Tonnen erreicht habe. Besonders betroffen seien Güter aus den Industriebereichen Stahl, Automobil und Nahrungsmittel. (vr/jb)
Transportstopp im Eurotunnel
Güterverkehr kommt durch dringende Sicherungsmaßnahmen fast zum Erliegen