Berlin. Im gewerkschaftsinternen Konflikt um die Privatisierung der Deutschen Bahn will Transnet-Chef Norbert Hansen von seiner bisherigen Position nicht abgehen. Er halte es zwar für „wünschenswert“, dass die Bahn in staatlichem Eigentum bleibe, sagte Hansen am Mittwoch in Berlin. Es müsse aber auch möglich sein, das für die Zukunft der Bahn wichtige Kapital von privaten Investoren zu beschaffen. Für diese Variante habe sich die Bundesregierung inzwischen entschieden. Insofern könne man nicht ideologisch eine Teilprivatisierung ablehnen, wie es der DGB-Bundesvorstand am Dienstag getan habe. Das Gremium hatte die Börsenpläne von Bahnchef Hartmut Mehdorn abgelehnt. Der DGB-Vorstand sprach sich in dem Beschluss „grundsätzlich gegen eine Kapitalprivatisierung“ des bundeseigenen Konzerns aus. Die Bahn solle „als integriertes Unternehmen im Staatseigentum erhalten bleiben“. Hansen bestätigte, als einziger im DGB-Vorstand gegen den Text gestimmt zu haben, auch wenn er auf einer gemeinsamen Erklärung von Transnet und der Gewerkschaft Verdi aus dem vorigen Mai basiere. Angesichts der Vorlage eines Gesetzentwurfs für die Privatisierung bis Ende März gebe es jetzt keinen Grund, nun eine „fundamentale Verweigerungshaltung“ einzunehmen. Vorrangig sei es, eine Zerschlagung der einzelnen Geschäftsbereiche der Bahn zu verhindern. (dpa)
Transnet bleibt dabei: Teilprivatisierung muss möglich sein
Transnet-Chef Norbert Hansen verteidigt bisherige Position: Das für die Zukunft der Bahn wichtige Kapital müsse auch von privaten Investoren zu beschaffen sein