Memmingen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will auf das Angebot der Schweiz für eine Vorfinanzierung zur Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau-Zürich eingehen. „Die Botschaft ist: Der Bund will mit dem Freistaat und der Schweiz ins Gespräch kommen“, sagte Tiefensee heute in Memmingen bei einer Verkehrskonferenz. Gemeinsam sei es möglich, das Projekt bis 2013 zu realisieren. Die Schweiz würde für das Projekt 50 Millionen Euro beisteuern, Bayern bis zu 150 Millionen Euro. Das Angebot der Schweiz ist allerdings befristet, wie der Direktor des Bundesamts für Verkehr der Schweiz, Max Friedli, betonte. Friedli zufolge muss das Vorhaben bis 2010 begonnen und bis 2015 abgeschlossen werden. Auch weitere wichtige Verkehrsprojekte wie den Lückenschluss der Autobahn A 96 zwischen Memmingen und Erkheim sieht Tiefensee auf einem „sehr guten Weg“. Im Lauf der nächsten Monate werde dieser Teilabschnitt „voll unter Verkehr genommen“. Bis 2008 soll der Bau der Autobahn A 7 zwischen Nesselwang und Füssen abgeschlossen sein, bis 2010 der Ausbau der Bundesstraße B 19 zwischen Kempten und Immenstadt. Nach Tiefensees Angaben sind in den vergangenen sechs Jahren insgesamt 440 Millionen Euro in den Ausbau bayerischer Straßen geflossen. Für Schienenprojekte seien im gleichen Zeitraum über vier Milliarden Euro ausgegeben worden. (dpa)
Tiefensee: Verbesserung der Verkehrstrassen im Allgäu
Bundesverkehrsminister will Verkehrsprojekte vorantreiben: Schweiz bietet Vorfinanzierung der Elektrifizierung der Verbindung von München nach Zürich an