Thüringen gegen Aufspaltung der Bahn

14.09.2006 00:00 Uhr

Bahn-Börsengang als integrierter Konzern: Ministerpräsident Althaus spricht sich gegen Trennung von Netz und Betrieb aus

Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat sich im Vorfeld des Börsengangs gegen die Abspaltung des Schienennetzes von der Deutschen Bahn ausgesprochen. „Im Interesse der Beschäftigten, der Kunden und der Steuerzahler dürfen wir einer gut funktionierenden integrierten Bahn AG keine Reorganisation verordnen“, heißt es in einer heute veröffentlichten Mitteilung. Der Wettbewerb sei auch in den geltenden Strukturen mit der Bundesnetzagentur gewährleistet. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gebe es in Deutschland eine „einzigartige Vielzahl von Bahn-Konkurrenten“. Eine Aufspaltung schade dem Unternehmen zudem im internationalen Wettbewerb. Es gebe etliche Konkurrenten, „die nur darauf warten, dass sich ihr größter Mitbewerber vornehmlich mit sich selbst beschäftigen muss statt aktiv Marktchancen zu nutzen“, sagte Althaus. Außerdem berge eine Abspaltung des Netzes ein zusätzliches finanzielles Risiko für Bund und Länder und schrecke Investoren ab. (dpa/sb)

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