Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster hat der DB Cargo Missmanagment gegenüber mittelständischen Kunden vorgeworfen. Das unzuverlässige und unkalkulierbare Geschäftsgebaren der DB-Tochter verschrecke dringend benötigte Investoren in den neuen Bundesländern, kritisierte der CDU- Politiker während eines Besuchs der Firma Fromm Plastics GmbH im nordthüringischen Kölleda. Das Schweizer Unternehmen stellt in über 20 Niederlassungen Verpackungssysteme her und beschäftigt in Kölleda 40 Mitarbeiter. Der Geschäftsführende Gesellschafter, Urs Scherrer, sagte, die von der Landesregierung zugesagte Gleisanbindung an sein Unternehmen habe 2000 den Ausschlag für die Standortentscheidung gegeben. Doch seien die Materiallieferungen durch DB Cargo häufig unpünktlich, was zu zusätzlichen Kosten führe. Trotzdem halte das Unternehmen an der Absicht fest, das Transportaufkommen vorrangig über die Bahn abzuwickeln. Schuster brachte die Gründung einer Güterbahn durch die 16 Bundesländer ins Gespräch falls die DB-Tochter die Mißstände nicht bald beseitige. "DB-Cargo ist ein bundespolitisches Problem". Zunächst könne die landeseigene "Erfurter Industriebahn" einspringen, um aktuelle Engpässe zu beseitigen. (vr/jök)
Thüringen droht DB-Cargo mit einer Güterbahn der Bundesländer
Klage über Missmanagement gegenüber mittelständischem Kunden