-- Anzeige --

Thüringen: Autofahrer an Straßenbaukosten beteiligen

Thüringens Verkehrsminister Christian Carius ist für ein grundlegende Reform der Straßenbaufinanzierung - und will auch PKW-Fahrer an den Kosten beteiligen
© Foto: Lennart Preiss

Verkehrsminister Christian Carius für grundlegende Reform der Straßenbaufinanzierung / Methoden zum effektiven Straßenbau prüfen


Datum:
09.08.2010
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Erfurt. Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) hat sich für ein grundlegende Reform der Straßenbaufinanzierung ausgesprochen. Dabei müsse auch über die Einführung einer Maut oder einer Vignette nachgedacht werden werden. „Es kann nicht sein, dass jeder, der das Wort Maut ausspricht, sofort mundtot gemacht wird", sagte Carius in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Solche Denkverbote lösen das Problem nicht."

Die deutschen Straßen seien inzwischen zum Teil in einem jämmerlichen Zustand. Es gebe bereits „Substanzverlust". In Thüringen gilt schätzungsweise die Hälfte der Straßen als sanierungsbedürftig. „Die Steuereinnahmen reichen hinten und vorne nicht, um sie für das steigende Verkehrsaufkommen fit zu machen."

Carius schlug vor, eine Kommission Vorschläge erarbeiten zu lassen. „Sie muss auch prüfen, wie Straßen effektiver gebaut werden können." Als Beispiel nannte er sogenannte PPP-Projekte, bei denen private Firmen den Bau und die Unterhaltung übernehmen und dafür Geld aus der LKW-Maut erhalten. Als problematisch bewertete der Minister, dass der Straßenbau wegen Lärmschutzwänden und Umweltauflagen immer teurer werde. „Solche Vorgaben haben durchaus ihre Berechtigung. Aber das Geld dafür muss ja irgendwo herkommen."

Auch aus diesem Grund müssen nach Ansicht von Carius die Straßennutzer an den Kosten beteiligt werden. Dabei favorisiert er eine Vignette ähnlich wie in Österreich. „Eine Maut ist zu kompliziert, mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden und damit teuer."

Die Politik sollte sich für die Entscheidung nicht allzu lange Zeit lassen. „Alle Prognosen sprechen von einem steigenden Verkehrsaufkommen." Auf den Thüringer Straßen werden im Jahr 2015 weit mehr als doppelt so viele Autos unterwegs sein wie 1997. „Wir gehen von einer Steigerungsrate von 136 Prozent aus." (dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.