München. Zur Frankfurter Buchmesse war das Thema elektronisches Lesegerät wieder hoch aktuell. Eine Reihe von Herstellern versuchen sich am erhofften Zukunftsmarkt mit elektronischen Büchern eine gute Ausgangsposition zu sichern. Der E-Book Reader Hanvon N518 von Hexaglot ist mit einigen Zusatzfunktionen ausgestattet die den Nutzen des Geräts deutlich verbessern. So kann man auf dem E-Ink-Display nicht nur lesen, sondern mit Hilfe eines Sensorstiftes auch zeichnen und schreiben. Anmerkungen oder Notizen können so direkt per Stift auf den Bildschirm geschrieben und gespeichert werden. Leider zeigt sich dabei eine Schwäche des Geräts, die Verzögerung zwischen schreiben und darstellen erweist sich als irritierend. Außerdem funktioniert diese Funktion nicht bei Dokumenten, die im PDF- oder Epub-Format gespeichert sind – dies sind jedoch die gängigsten E-Book-Formate. Ebenso wie der bereits zuvor getestete Reeder von Sony, überzeugt der Hanvon N518 nur bei digitalen Büchern. Das Lesen von Zeitschriften oder Zeitungen ist umständlich und unbefriedigend. Der Hersteller, der hier als erster eine benutzerfreundliche Lösung ersinnt, wird wahrscheinlich den Durchbruch des elektronischen Lesegeräts zum Massenprodukt schaffen. Denn der Lesekomfort ist beim Hanvon vorhanden, das Display ist zwar etwas klein, dafür aber sehr gut lesbar. Als zusätzliches Plus befindet sich auf dem Gerät des chinesischen Herstellers ein Audiosprachkurs Deutsch-Englisch von Hexaglot auf der Speicherkarte. Der Reader kann nicht nur Musik und Sprachdateien abspielen, sondern dient dank eines eingebauten Mikrofons auch als Aufnahmegerät. (sb) Hexaglot Hanvon E-Book-Reader N518. Größe: 153 x 112 x 12 mm, Gewicht: 190 g, Bildschirm: 5 Zoll, unterstütze Formate: ePub, PDF, MS Word, TXT, RTF, HTML, MP3, WAV, WMA, JPG, GIF, PNG, BMP, TIF, eingebauter Speicherplatz: 512 MB Flash und 64 MB SDRam, extern zusätzlich SDHC Speicherkarte mit 4 GB inkl. Erweiterbar auf bis zu 32 GB, Preis: rund 250 Euro
Testbericht: Per Tastendruck umblättern
Der Hanvon N518 will mit seiner technischen Zusatzausstattung die Leser vom bedruckten Papier weglocken