Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Lufthansa setzen Piloten und Management nun auf einen Schlichter. Beide Seiten erklärten am Dienstag ihre Gespräche nach mehr als drei Monaten für endgültig gescheitert und hoffen nun auf ein Vermittlungsverfahren. Es soll nach dem Willen der Vereinigung Cockpit aber zeitlich begrenzt sein. Ob der für Donnerstag angedrohte dritte ganztägige Pilotenstreik stattfindet, war vorerst ungewiss. Zwischen den Tarifparteien gibt es kein Abkommen über ein Schlichtungsverfahren. Im Fall einer raschen Vereinbarung darüber sei der Ausstand unwahrscheinlich, hieß es bei Cockpit. Wann ein Schlichtungsversuch beginnen könnte, war unklar. Zunächst müssen sich die Tarifparteien auf einen Vermittler einigen. Es gebe mehrere denkbare Schlichter, sagte Cockpit-Verhandlungsführer Michael Tarp. Dieser müsse sich auch in die Details einarbeiten können. "Die Schlichtung kann sofort beginnen", sagte Lufthansa-Konzernsprecher Klaus Walther. Das Unternehmen gehe davon aus, dass es während eines solchen Verfahrens nicht zu Arbeitskampfmaßnahmen der Piloten komme. (vr/dpa)
Tarifstreit: Lufthansa und Piloten setzen auf Schlichter
Erneuter Streik des Flugpersonals am Donnerstag unwahrscheinlich