Studie: Automobilzulieferer haben Nachholbedarf beim elektronischen Datenaustausch

24.05.2005 16:19 Uhr

Indatex SCI, Anbieter von EDI-Lösungen (Electronic Data Interchange), hat Automobil-Zulieferer zu ihren internen Strukturen befragt. Ergebnis: 71,2 Prozent der Befragten gaben an, dass nur bis zu 20 Prozent der Lieferanten per EDI angebunden sind.

Starnberg. Die Befragung zeigt laut Indatex zudem, dass die First-Tier-Supplier (direkte Lieferanten) nur 17 Prozent ihrer Zulieferer über einen elektronischen Datenaustausch angeschlossen haben. Dies bedeute, dass ein Großteil der Prozesse noch papierbasiert, also per Brief oder Fax erledigt wird. Bei den Automobilherstellern ist das Bild nach Angaben von Indatex ähnlich: Im Falle von Ford werden zum Beispiel 10.000 Papier-Rechnungen pro Tag manuell bearbeitet. Pro Jahr würden von den Zulieferunternehmen im Durchschnitt 121.150 Lieferanten-Eingangsrechnungen bearbeitet. Alle Prozesse zusammen betrachtet liegt die Zahl bei etwa 619.500 eingehenden und 230.500 ausgehenden Papierdokumente jährlich. Bei der Kommunikation mit den OEMs verzeichneten 70 Prozent der Befragten 41 bis 100 Prozent papierbasierte Prozesse. Indatex sieht durch EDI Einsparpotenziale: Wenn man von etwa 15 Euro Folgekosten je manuellem, papierbasierten Prozess ausgehe, könne man durch die Umstellung auf EDI 30 Prozent einsparen. Indatex nahm für die Studie, die im Rahmen des Jahrestreffens der Automobil Supplier im September 2004 in Bonn durchgeführt wurde, 104 Fragebögen von Automobil-Zulieferern sowie OEMs in die Auswertung. Der Schwerpunkt (44 Prozent) der beteiligten Unternehmen liege in einer Umsatzkategorie von bis zu 100 Millionen Euro.

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