Wien. Verladerschaft, Bahnen, Politik und Dienstleister sollte enger zusammenarbeiten und mit verschiedenen Maßnahmen das noch brachliegende Potenzial auf Österreichs Anschlussbahnen heben. Das ist eine der Aussagen in aktuellen Studie des Wiener Beratungsunternehmen Econsult, die beleuchtet, wie mehr Güter auf die mehr als eintausend Anschlussbahnen in ganz Österreich transportiert werden könnten. Die Kernaussage dabei: „Viele Probleme, die einer besseren oder effizienteren Inanspruchnahme der Anschlussbahnen entgegenstehen, sind nicht nur anlagen- oder betreiberspezifisch, sondern auch im organisatorischen, technischen und rechtlichen Umfeld begründet“, liest man in der Studie. Anschlussbahnen sind Gleisanschlüsse vom öffentlichen ÖBB-Bahnnetz zu Unternehmen und Spediteuren.
Empfohlen werden Optimierungen bei Ganzzugverkehren, Verladestellen, Zugauslastungen, Verlängerung der Ladegleise und technische Aufrüstung. Bei Einzelwagenverkehren werden Bündelungen beim Ladungsvolumen und eine Abwicklung des Verkehrs auf Tagesrandlagen als Lösungsansatz vorgeschlagen. Werden Kombiverkehre abgewickelt, sollten Be- und Entladungen der Container ohne Hubvorgang und Transporttechniken verwendet werden, die keine Terminals benötigen wie beispielsweise ACTS, Mobiler oder ähnliche Systeme. Durch verstärkte Nutzung und Investition in innovative Systeme können über Anschlussbahnen Gesamttransportlösungen aufgebaut werden, die gegenüber der Straße konkurrenzfähig sind, heißt es in der Studie. (mf)