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Streik: Lokführer wollen 2700 Euro brutto

Seit gestern Abend streiken wieder die Mitglieder der GDL. Das Chaos an deutschen Bahnhöfen soll bei den Lokführern zu höheren Gehältern führen
© Foto: ddp/Oliver Lang

Laut GDL zahlt die Konkurrenz der Deutschen Bahn ihren Lokführern oft 30 Prozent weniger. Die Gewerkschaft fordert die Angleichung der Gehälter


Datum:
10.03.2011
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Berlin. Ein Lokführer bei der Deutschen Bahn (DB) verdient im Schnitt pro Monat rund 2700 Euro brutto. Diese Summe liegt klar unter dem Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer in Deutschland - der beträgt 3237 Euro, umfasst allerdings auch leitende Angestellte. Für die Ausbildung zum Lokführer genügt nach Angaben der Deutschen Bahn ein sehr guter Hauptschulabschluss oder ein Realschulabschluss.

In der großen Gruppe vergleichbar qualifizierter Arbeitnehmer, bei den sogenannten Fachkräften in Deutschland, beträgt das Durchschnittsgehalt brutto laut Statistischem Bundesamt 2729 Euro. Die DB-Lokführer liegen mit ihren 2700 Euro also fast exakt auf diesem Level. Auch für die spezielle Gruppe „Personenbeförderung im Eisenbahnfernverkehr" nennt die offizielle Statistik ein durchschnittliches Bruttogehalt von 2621 Euro.

Nach Darstellung der Gewerkschaft GDL bekommen die Lokführer bei den Konkurrenten der Deutschen Bahn teilweise 30 Prozent weniger Geld. Bei 2700 Euro brutto wären das knapp 1900 Euro. Der aktuelle Tarifstreit dreht sich daher vor allem um die GDL-Forderung, die niedrigeren Entgelte der Wettbewerber auf das DB-Niveau zu heben.

Nach Berechnungen der Arbeitnehmerorganisation arbeiten rund 20.000 Lokführer bei der DB. Davon sind etwa 15.000 im Nah- und Fernverkehr tätig und das übrige Viertel im Güterverkehr. 6000 weitere Lokführer fahren bei der DB-Konkurrenz, darunter fallen die sechs großen Unternehmen Abellio, Arriva, Benex, Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr. (dpa) 

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