Der Stinnes-Konzern setzt seinen Wachstumskurs nach zwei Rekordjahren fort. Teilweise profitiere der Konzern sogar von einer schwächeren Konjunktur, sagte der Vorstandschef der Stinnes AG, Wulf H. Bernotat bei einem Pressegespräch am Mittwoch in Mühlheim/Ruhr, "da viele Unternehmen in diesen Phasen verstärkt ihre Logistik-Aktivitäten aus Kostengründen auslagern". Das Potenzial sei enorm, sagte Bernotat. Studien bezifferten das Marktvolumen in der Logistik weltweit auf eine Billion Euro. Die Outsourcing-Quote betrage in Deutschland 27 Prozent, wie im westeuropäischen Durchschnitt. In den USA läge sie bei 20 Prozent, Vorreiter sei Großbritannien mit 40 Prozent. Daraus sei die Größe des international en Nachholbedarfs zu ersehen. Bei den europäischen Landverkehren hielt die Transportnachfrage in Deutschland, Österreich, Finnland und in Osteuropa an. Schenker konnte daher den Umsatz um neun Prozent auf 1,6 Milliarden Mark und das Betriebsergebnis um 27 Prozent auf 29 Millionen Euro verbessern. Der Außenumsatz des Stinnes-Konzerns stieg in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf 3,2 Milliarden Euro (6,258 Milliarden Mark), bereinigt um die im vergangenen Jahr veräußerten Baustoffaktivitäten. Dazu beigetragen haben "die positive Entwicklung unserer Geschäftsbereiche Verkehr und Chemie sowie die erstmalige Konsolidierung der im vergangenen Jahr übernommenen Holland Chemical International – HCI". Das um den Baustoffbereich bereinigte Betriebsergebnis des Konzerns erhöhte sich um 17 Prozent auf 57 Millionen Euro. Das Konzernergebnis vor Ertragssteuern hat sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 97 Prozent fast verdoppelt. (vr/jk)
Stinnes weiter auf Wachstumskurs
Vorstandschef Bernotat sieht hohes Logistikpotential in Europa