Hoek van Holland. Die schwedische Fährreederei Stena Line will ab 2011 ihre den niederländischen Hafen Hoek van Holland anlaufenden Fähren während der Hafenliegezeit mit Landstrom statt mit bordeigenem Strom versorgen. Damit wäre dieser Terminal der erste in den Niederlanden, an dem ein Landstromkonzept umgesetzt wird. Ein Ziel dieser Maßnahme besteht darin, die Schadstoffbelastung in der Umgebung des Abfertigungsterminals deutlich zu verbessern.
Die Kosten für die Maßnahme teilen sich der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR), das Verkehrsministerium in Den Haag und die Stadt Rotterdam, was die Infrastrukturseite betrifft. Stena Line wird seinerseits die Schiffe für eine Landstromversorgung nachrüsten. Auf der Route Hoek van Holland nach Harwich setzt das Unternehmen die beiden neuen, in Wismar gebauten Fähren Stena Hollandica und Stena Britannica ein. Während die erste der beiden Superfähren bereits in Fahrt ist, wird das zweite Schiff im Herbst diesen Jahres dazustoßen.
Die bislang auf dieser Achse eingesetzten Schiffe werden künftig auf der Traditionsroute Kiel -Göteborg eingesetzt. Sie treten an die Stelle der inzwischen in die Jahre gekommenen RoPax-Fähren Stena Germanica und Stena Scandinavica. Diese Schiffe werden nach einem umfangreichen Facelifting künftig auf der Route Karlskrona -Gdingen(Polen) fahren.
Unter den deutschen Fährhäfen setzt bislang Lübeck auf das Landstromkonzept. Am Nordlandkai steht eine Landstromversorgung seit August 2008 zur Verfügung.
Nach dem Willen des HbR soll mittelfristig die für den Rotterdamer Hafen wichtige Binnenschifffahrt über eine entsprechende Landstrom-Infrastruktur mit elektrischer Energie versorgt werden. (eha)