Rund 1,2 Millionen junge Leute werden in diesem Jahr die Schule verlassen. Für die meisten von ihnen ein Grund zur Freude – haben sie doch einen wichtigen Abschnitt ihrer Biografie hinter sich gebracht. Wer die Ausbildungsplatzwahl noch nicht getroffen hat, sollte sich einmal die Logistikdienstleister genauer ansehen. Hier werden Nachwuchskräfte dringend gesucht. Bedauerlicherweise gehen die Karriereentscheidungen vieler Schulabgänger jedoch in andere Richtungen. Ein Grund liegt sicher darin, dass in der Öffentlichkeit ein verzerrtes Bild vom Berufsfeld dominiert. Landläufig trifft man auf vielfältige Vorurteile, wie zum Beispiel "stinkende Lkw", "verschmutzte Lager", "schlechte Bezahlung", "wenig Perspektive" usw. Aufklärung tut deshalb not: Logistik bezeichnet längst nicht mehr nur allein die Lagerung von Waren und deren simplen Transport von A nach B. Logistik übernimmt vielmehr eine "Querschnittsfunktion", die grundsätzlich alle Stufen des Wirtschaftsprozesses tangiert. Und: Im Berufsfeld Logistik ist für jeden etwas dabei. Der Haupt- und Realschüler findet hier genauso einen Einstieg wie der Gymnasiast oder der Hochschulabsolvent. Wer den ersten Einstieg geschafft hat, kann rasch aufsteigen. Wie weit jeder einzelne kommt, hängt auch vom persönlichen Engagement ab. Die Möglichkeiten der Weiterqualifizierung in den Bereichen Verkehrs- und Betriebswirtschaft, Lager- und Materialwirtschaft, EDV und IT sind schier unbegrenzt. Top-Kräfte bei international tätigen Unternehmen runden ihren Weg auf der Karriereleiter meistens mit Auslandsaufenthalten ab – wenn das keine verlockenden Aussichten sind...
Standpunkt: Top-Jobs gibt’s in der Logistik
Barbara Dietz, Geschäftsführerin der Bielefelder Speditionskooperation IDS Logistik GmbH fordert Schulabgänger auf, sich für eine Karriere in der Logistik zu entscheiden.