London. Die Maersk-Gruppe ist dabei Liegenschaften außerhalb des Kerngeschäftes zu veräußern. In Fachkreisen gehen die Spekulationen weit auseinander, was mit den vier Milliarden US-Dollar (2,9 Milliarden Euro) aus den Verkäufen passieren wird. Drewry Maritime Research erwartet, dass ein Großteil des Geldes in den profitablen Öl- und Gasbereich und in APM Terminals fließen wird. Ebenso wird Maersk Line laut der Agentur einen gerechten Anteil erhalten, um die Spitzenposition bei den Reedereien zu behalten.
Die britische Lloyd's Loading List glaubt ebenso, dass APM Terminals aufgrund einer der besten Kapitalrückflüsse der Gruppe ein aussichtsreicher Kandidat ist. Der Terminalbereich von Maersk arbeitet momentan an sieben neuen Häfen und an Erweiterungsprojekten von mindestens 16 Terminals. Daher werden enorme Kapitalströme benötigt. „Das Geschäftsmodell des Unternehmens fokussiert auf größeres Wachstum in aufstrebenden Märkten. 19 der genannten Projekte befinden sich in diesen Märkten.“
Lloyd's Loading List gibt zu bedenken, dass die Flotte der Schweizer Reederei MSC inklusive bestellter Schiffe und geleaster Tonnage die gleiche Größe wie die Maersk-Flotte erreicht. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Maersk Line den Abstand zu MSC wieder vergrößern will. Zudem können dadurch die Betriebskosten weiter gesenkt und eine Ausgewogenheit bei den Schiffsgrößen hergestellt werden.“ Maersk mangelt es an Schiffen im 13.000 TEU-Bereich (Neu-Panamax-Klasse), die nach der Erweiterung des Panamakanals in 2015 zum Einsatz kommen werden. (rup)