Spediteure informieren sich hauptsächlich offline

16.07.2014 10:03 Uhr
Schneider
Hans Schneider, Geschäftsführer bei Diemedia, rät den Teilnehmern der Fachkonferenz sich in ihrer Werbestrategie nicht nur auf die neuen Medien zu konzentrieren
© Foto: VR/Lennart Dierks

Auf der Fachkonferenz „Pressearbeit in Transport und Logistik“ erfuhren die Teilnehmer, welche Medien für ihre Öffentlichkeitsarbeit relevant sind.

München. Entscheider in der Transport- und Logistikbranche nutzen online-Angebote als berufliche Informationsquelle nur bedingt. Das zeigt eine Marktanalyse der Fach und Wirtschaftsmedien, die Hans Schneider, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Diemedia, Mitte Juli auf der VerkehrsRundschau-Fachkonferenz „Pressearbeit in Transport und Logistik“ vorstellte.

Demnach informieren sich Spediteure in erster Linie in Gesprächen mit Lieferanten, Herstellern und Werkstätten, auf Messen und Ausstellungen oder in Fachzeitschriften. Auch die Websites von Herstellern landen erst auf Platz sieben der beruflichen Informationsquellen. Bei den Entscheidern aus Industrie und Handel stehen neue Medien zwar weiter vorne im Kurs als bei den Spediteuren, aber auch sie verlassen sich eher auf persönliche Gespräche und Fachzeitschriften.

Alle Kanäle bedienen

Printmedien haben im Gegensatz zu Online-Angeboten laut der Marktanalyse nicht nur die größeren Reichweiten, sondern die Leser setzen überwiegend auch mehr Vertrauen in Druckwerke, so das Ergebnis der Untersuchung. „Unternehmen, die Werbung platzieren wollen, sollten die neuen Medien zwar in ihrer Werbestrategie bedenken, aber nicht ausschließlich “, rät Schneider. Sie sollten digital, online und im Printbereich aktiv werden, um ihre Botschaft über alle Kanäle beim Mediennutzer verankern.

Mediadaten der Verlage beachten

Zu bedenken sei dabei auch, welche Medien die Zielgruppe des Unternehmens liest. „Man sollte für sich die Top fünf Werbeträger für das eigene Unternehmen ausmachen“, sagt Schneider. Ein Blick in die Mediadaten der Verlage, die dort auflisten, welche Schwerpunktthemen sie behandeln, könne bei dieser Entscheidung helfen. Logistik-Unternehmen sollten aber nicht ausschließlich auf Branchenmedien setzen, rät der Kommunikationsberater. „Die Logistik ist integraler Bestandteil in vielen wesentlichen Unternehmensfragen“, sagt er. Daher könne Werbung beispielsweise auch gut in der Wirtschaftswoche oder auch in der Mitgliederzeitschrift der Industrie- und Handelskammer platziert werden.

Die Fachkonferenz „Pressearbeit in Transport und Logistik“ veranstaltete die VerkehrsRundschau Mitte Juli im Verlagshaus der Springer Fachmedien in München. Rund 30 Verantwortliche aus den Bereichen Presse, Kommunikation und Marketing informierten sich darüber, wie das eigene Unternehmen in den Medien im guten Licht erscheint. (ks)

Den kompletten Nachbericht zur Veranstaltung, der sich ausführlich mit dem Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Transport und Logistik beschäftigt, lesen Sie in der VerkehrsRundschau 31/2014, die am 1. August erscheint.

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