Grund sei, so heißt es in einer Pflichtmitteilung des Unternehmens, die drohende Zahlungsunfähigkeit. Noch im November vergangenen Jahres hieß es in eben einer solchen Pflichtmitteilung noch, dass die Umstrukturierung erfolgreich abgeschlossen sei und das Unternehmen für 2001 einen Umsatz von gut 26 Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe eines einstelligen Millionenbetrages erwarte. Davor war das Unternehmen bereits mit der verspäteten Vorlage von Quartalszahlen, einer unklaren Produktstrategie, verschiedenen Umstrukturierungsmaßnahmen sowie noch im Oktober 2001 mit dem Austausch des Vorstandsvorsitzenden aufgefallen. Deutliche Zeichen einer ernst zunehmenden Krisem dennoch machte das Unternehmen die besagte Ergebnisprognose. Der Wert der Aktie hat bereits Tage vor dem Insolvenzantrag deutlich verloren – ohne dass es Nachrichten von Softmatic gab. Ob da wohl jemand was wusste? Und ob da das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel oder die Staatsanwaltschaft noch anfangen zu ermitteln – bleibt abzuwarten.
Softmatic kann nicht mehr zahlen
Aus und vorbei, der Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware, Softmatic, hat beim Amtsgericht in Norderstedt Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.