Schlechtere Zeiten für Containerschifffahrt

29.01.2009 17:07 Uhr
ddp
Umschlag von Seecontainern (Foto: ddp)
© Foto: ddp

Unternehmensberatung Drewry Shipping Consultants warnt vor einem harten Jahr 2009 für die Containerschifffahrt

London. Die Londoner Unternehmensberatung Drewry Shipping Consultants warnt vor einem harten Jahr für die Containerschifffahrt. 2009 werde insbesondere für die Betreiber der Asien/Europa-Handelsrouten eine Herausforderung. Im „Container Forecaster“ sagte Drewry eine Wachstumsrate von 2,8 Prozent für das Jahr voraus. Es gebe eine reale Möglichkeit weiterer Opfer unter den Betreibern. Im letzten Jahr haben schon die chinesische SYMS und SA Independent Liner Services aus Südafrika ihren Betrieb eingestellt. Der Berater revidierte auch seine Schätzung für den Containerverkehr in 2008 auf 152,8 Millionen Standardcontainer (TEU). Dies entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Im September hatte Drewry noch einen Zuwachs von 8,6 Prozent vorausgesagt. Die Schätzung für das dürftige Wachstum von 2,8 Prozent in 2009 basiert laut der Beratungsgesellschaft auf dem Umschlagseinbruch im chinesischen Hafen Shenzhen. Obwohl die Reedereien eine ganze Zahl von hochkarätigen Ost-West-Verbindungen eingestellt haben, klaffen das Angebot und die Nachfrage noch zu weit auseinander. „Kurz- bis langfristig können die Reedereien nur die Frachtraten stabilisieren. Auf den Asien/Europa-Verbindungen liegen diese nun auf einem unwirtschaftlichen Niveau. Die Reedereien und Schiffsbetreiber sind in einer schwierigen Lage, da sie fast keinen Einfluss auf die Fracht- und Charterraten sowie den Wert ihrer Schiffe haben“, sagte Neil Dekker, Redakteur des „Container Forecasters“. „Selbst bei solch geringen Preisen ist es kein Käufermarkt für potenzielle Schiffskäufer und -charterer, da Kredite nur sehr spärlich vergeben werden.“ Da der Ölpreis stark gefallen ist, hat sich laut Drewry die Reduzierung der Transitgeschwindigkeit ebenso als nachteilig erwiesen. „Die Ost-West-Verbindungen werden nun durch zehn bis elf Schiffe und zusätzliche Hafenanläufe bedient, um weitere Fracht aufzunehmen. Die Reedereien suchen verzweifelt nach Verwendungsmöglichkeiten für ihre Kapazität, um nicht noch weitere Schiffe stilllegen zu müssen“, hieß es. (rup/pi)

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