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Schienenhilfe fordert bessere Zugüberwachung nach Unglück im Rheintal

In Niederlahnstein bei Koblenz waren am Sonntagabend im Bahnhof aus bisher ungeklärten Gründen mehrere Kesselwaggons entgleist
© Foto: Thomas Frey/dpa/picture-alliance

Die Initiative für sicheren Schienengüterverkehr macht Druck, dass das europäische Kontrollsystem ETCS umgesetzt und Güterwagen mit Sensorik oder Wayside-Monitoring ausgestattet werden.


Datum:
31.08.2020
Autor:
André Gieße
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Bad Breisig/Niederlahnstein. Die Deutsche Schienenhilfe fordert nach dem Güterzugunglück im rheinland-pfälzischen Niederlahnstein am Sonntag, dass nur noch überwachte Züge durch das Rheintal fahren dürfen. „Die Katastrophe ist da, und es war leider eine Katastrophe mit Ansage“, sagte der Sprecher der Deutschen Schienenhilfe, Jochen Zenthöfer, am Montag. Sowohl rechts- als auch linkrheinisch könnten aus seiner Sicht jeden Tag aktuell weitere Unfälle passieren.

Die Initiative für sicheren Schienengüterverkehr verlangt, dass die Digitalisierung der Rheinschienen mit dem europäischen Zug-Kontroll-System ETCS und die Ausstattung der Güterwagen mit Sensorik oder Wayside-Monitoring dringend umgesetzt werden. Beides sei angesichts der zu erwartenden Verdoppelung der Züge im Rheintal bis 2030 erforderlich. Dadurch können der technische Zustand von Güterwagen an der Strecke erfasst und Defekte rechtzeitig an den Lokführer gemeldet werden.

In Niederlahnstein bei Koblenz waren am Sonntagabend im Bahnhof aus bisher ungeklärten Gründen mehrere Kesselwaggons entgleist, wodurch Tausende Liter Bio-Diesel auslaufen konnten. „Wir hatten ein Riesenglück. Nicht auszumalen, wenn die Güterwagen mit explosiven oder leicht entzündlichen Stoffen beladen gewesen wären“. Zwischen Koblenz und Bad Ems wurde anschließend die Bahnstrecke gesperrt. Der Zugverkehr ist beeinträchtigt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. (ah/dpa)

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