Berlin. Die Deutsche Bahn will die rumänische Spedition Romtrans übernehmen. Dies gab die Logistiktochter DB Schenker heute bekannt. Ein entsprechendes Kaufangebot an die Romtrans-Aktionäre habe DB Schenker heute über sein österreichisches Tochterunternehmen Schenker & Co AG abgegeben. Zu den finanziellen Konditionen des Angebots machte das Unternehmen keine genaueren Angaben. Die Frist zur Annahme des Angebotes läuft bis Ende Oktober. Die Transaktion soll bis Dezember abgeschlossen sein.
Mit der Romtrans-Übernahme will die Deutsche Bahn ihr Angebot in Südosteuropa ausbauen. „Mit der geplanten Akquisition von Romtrans ergibt sich die einmalige Chance, unsere Präsenz in Südosteuropa deutlich zu verstärken und das internationale Netzwerk von DB Schenker um die lokalen Ressourcen von Romtrans zu ergänzen“, sagte DB Schenker-Chef Norbert Bensel. Der Vorstand Transport und Logistik bei der DB Mobility Logistics AG weiter: „Rumänien ist eine der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregionen innerhalb der Europäischen Union. An diesem Marktwachstum wollen wir partizipieren und uns durch unsere Präsenz vor Ort neue Kundenpotenziale erschließen.“
Die in Bukarest ansässige Spedition Romtrans erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 90 Millionen Euro und ist mit rund 1500 Mitarbeitern das größte rumänische Speditionsunternehmen. Das vor 14 Jahren privatisierte Unternehmenverfügt über neun rumänische Niederlassungen sowie Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Österreich, den Benelux-Ländern, Ungarn, Moldawien sowie Georgien. (sb)