BERLIN. Die deutsch-dänische Fährgesellschaft Scandlines hat im vergangenen Jahr 914.000 Lkw transportiert. Das waren 8,5 Prozent mehr als 1999. Die höchste Steigerungsrate verzeichnete das Unternehmen mit 26 Prozent auf 42.244 Einheiten auf der Route Rostock-Gedser (Dänemark). Die Zahlen gab der Vorstandsvorsitzende Ole Rendbaek bei einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. Parallel zu dem erhöhten Frachtaufkommen ging jedoch der Umsatz zurück. Scandlines setzte 2000 etwa 840 Millionen Mark um. Das entspricht einem Minus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das Ergebnis sei im Vorjahresvergleich leicht rückläufig. 1999 lag der Vorsteuergewinn bei 52 Millionen Mark. 2000 sei das erste volle Jahr ohne Duty-Free-Verkauf gewesen, begründete Rendbaek den Rückgang. Negative Auswirkungen hätten auch die Öresundbrücke und die gestiegenen Rohölpreise gehabt. Rendbaek kündigte an, zukünftig Schiffe mit mehr Lkw-Stellflächen einzusetzen. Außerdem sollen die Scandlines-Fähren auf der Strecke Rostock-Gedser bald im 2-Stunden-Takt verkehren. Durch Verlängerung der Fähre Ask werden zusätzliche Lkw-Kapazitäten für die Linie Rostock-Liepaja (Lettland) bereitgestellt. (vr/mr/dpa)
Scandlines: Plus im Frachtverkehr
Bei Umsatz und Gewinn muss die Fährgesellschaft Einbußen hinnehmen.