Scandlines meldet Zuwächse in den meisten Bereichen

26.01.2005 17:06 Uhr

Verkehrsverlagerungen in Folge der EU-Erweiterung führen aber zu erheblichen Einbrüchen auf den baltischen Linien

Rostock. Die deutsch-dänische Fährreederei Scandlines hat 2004 in den meisten Bereichen Zuwächse erzielt. Insgesamt wurden auf den 14 Linien mehr als 20 Millionen Passagiere, 4,2 Millionen Autos, knapp eine Million LKW und Trailer sowie rund 85.000 Busse sowie 110.000 Eisenbahnwaggons transportiert, teilte das Unternehmen mit Sitz in Rostock mit. Die stärksten Zuwachsraten erzielte die Reederei im Deutschland-Dänemarkverkehr. Auf den Linien zwischen Deutschland und Dänemark wurden 2004 3,6 Prozent mehr Passagiere, 8,5 Prozent mehr PKW, 6,9 Prozent mehr LKW sowie 1,1 Prozent mehr Busse transportiert. Auch der Frachtverkehr auf den Scandlines-Linien zwischen Deutschland und Schweden legte kräftig zu. Hier transportierte Scandlines in 2004 rund 16 Prozent mehr LKW und Trailer sowie 1 Prozent mehr Bahneinheiten. Auf der Øresund-Verbindung zwischen Helsingør (Dänemark) und Helsingborg (Schweden) hat sich der Aufwärtstrend ebenfalls weiter fortgesetzt. Auf dieser Linie wurden 6,7 Prozent mehr PKW, 6,1 Prozent mehr LKW und 1,8 Prozent mehr Passagiere transportiert. In Folge der EU-Erweiterung im Mai des vergangenen Jahres musste die Fährreederei allerdings einen erheblichen Rückgang auf den Verbindungen mit den baltischen Staaten verschmerzen. So ging die Zahl der transportierten LKW und Trailer auf der Linie Rostock – Liepaja (Lettland) um 20 Prozent und auf der Linie Sassnitz – Klaipeda (Litauen) um 40 Prozent zurück. Grund für den Rückgang ist eine starke Verschiebung der Transporte zugunsten des Landweges über Polen. (diwi)

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