Russland forciert GUS-Zollunion statt WTO-Beitritt

16.06.2009 10:10 Uhr

Russland bricht seine seit 16 Jahren geführten Verhandlungen für einen Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO ab

Moskau. Russland bricht seine seit 16 Jahren geführten Verhandlungen für einen Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO ab. Ein WTO-Beitritt soll nun gemeinsam mit Kasachstan und Weißrussland erfolgen, da die drei Länder eine Zollunion bilden wollen, erklärte Russlands Premierminister Waldimir Putin. Bis zum 1. Juli 2011 sollen die Zollgrenzen zwischen diesen drei GUS-Staaten endgültig abgebaut werden, beschlossen die Ministerpräsidenten der Staaten bei einem Gipfel der „Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft“ (EAWG) in Moskau. Als erster Schritt zur Integration des neuen Wirtschaftsraumes sollen zum 1. Januar 2010 alle Zolltarife der drei Kernstaaten der EAWG angeglichen werden. Wie aus der russischen Regierung verlautete, wird sich dem Zollverein möglicherweise auch noch Kirgisien anschließen, während die übrigen EAWG-Mitglieder Tadschikistan und Usbekistan vorerst nicht mitziehen. Ab 2010 sollen dann wieder Beitrittsverhandlungen zur WTO im Namen aller Mitglieder der Zollunion aufgenommen werden. (ld)

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