St. Petersburg/Russland. Der diesjährige relativ kalte Winter wirkt sich auf den Schifffahrtsverkehr in der Ostsee aus: Russische wie auch estnische Behörden erließen Beschränkungen, die die am wenigsten für die Fahrt unter Eisbedingungen geeigneten Schiffe von der Abfertigung in den vom Eis eingeschlossenen Häfen ausschließen. Im Winter sind Schiffe der beiden niedrigsten Eisklassen dort allerdings ohnehin selten im Einsatz. Eine bis zu 40 Zentimeter dicke Eisdecke hat den Finnischen Meerbusen bis auf die Höhe von Tallinn und Helsinki bedeckt. Am Rand der Eisfläche stauen sich etwa 50 Frachtschiffe, die durch die von Eisbrechern freigehaltene, etwa 200 Kilometer lange Fahrrinne vor allem in den Hafen von St. Petersburg einlaufen wollen. Der Hafen meldete wegen der widrigen Wetterbedingungen im Januar erstmals seit Jahren wieder einen leichten Rückgang des Güterumschlags. Die Verringerung um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ging vor allem auf Kosten von Metall und Kohle. Containerfracht legte dennoch um 16 Prozent zu. (ld)
Russland: Eis behindert Schiffahrt auf Ostsee
Rückstau vor Fahrrinne: St. Petersbug meldet Rückgang des Güterumschlags