Nicht durchgesetzt hat sich der russische Eisenbahnminister Nikolai Aksjonenko mit seiner Tarifpolitik. Die Forderung nach 33,6 Prozent höheren Preisen beim Güterverkehr wurde von den Anti-Monopolexperten der Regierung praktisch halbiert. Ab dem 3. Juni kosten Bahnfrachten innerhalb Russlands 17,5 Prozent mehr. Seinen Vorstoß hatte Minister Aksjonenko mit einer Inflationsrate von 33 Prozent begründet. Auch im Kabinett wächst inzwischen die Einsicht, dass die Eisenbahn mit einem Monatsverbrauch von 400.000 Tonnen Erdöl und sieben Prozent der landesweit produzierten Elektroenergie am freien Markt ihre massiv gestiegenen Unkosten vor der großen Bahnreform auf die Kunden umlegen muss. Während deshalb die Fahrkarten im Personenverkehr bereits jetzt 30 Prozent mehr kosten, kam die Speditionsbranche noch einmal glimpflich davon. Hauptargument war im speziellen Ministerium für Anti-Monopolpolitik die Rolle der Bahn bei Investitionen in der Provinz. Im Herbst will Aksjonenko die nächste Preisrunde einläuten. (vr/jpd)
Russische Bahn erhöht Tarife im Güterverkehr
Ab dem 3. Juni kosten Bahnfrachten innerhalb Russlands 17,5 Prozent mehr