Basel/Schweiz. SBB Cargo verzeichnet im ersten Halbjahr in der Verkehrsleistung ein Wachstum von 13,5 Prozent auf rund fünf Millionen Nettotonnenkilometer. Trotzdem kämpft die Güterverkehrstochter der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mit einem sinkenden wirtschaftlichen Ertrag, hier musste ein Minus von 4,3 Prozent verbucht werden. Für das Gesamtjahr ist laut Pressemitteilung der SBB Cargo weiterhin mit einem Verlust zu rechnen. Die von der Unternehmensführung angestrebte Rückkehr in die schwarzen Zahlen wird demnach "deutlich verfehlt". Nach Unternehmensangaben sollen „einschneidende Maßnahmen zur Kostenreduktion“ geprüft werden. Der massive Zuwachs der gefahrenen Tonnenkilometern ist vor allem auf das Wachstum auf der Nord-Süd-Achse zwischen Deutschland und Italien zurückzuführen. Die beiden Tochtergesellschaften in Italien und Deutschland konnten ihre Leistung deutlich ausbauen. SBB Cargo Deutschland vervierfachte seine Verkehrsleistung im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahreszeitraum, SBB Cargo Italien erbrachte gar eine Leistungssteigerung von 660 Prozent. Im schweizerischen Wagenladungsverkehr mussten dagegen starke Einbußen hingenommen werden. Hier reduzierte sich die Verkehrsleistung um 10,5 Prozent auf nun 1036 Nettotonnenkilometer. Gründe hierfür sieht die SBB Cargo in veränderten Rahmenbedingungen beim Straßenverkehr, wie die Einführung der 40-Tonnen-Begrenzung. Als Folge gilt eine Reduzierung der rund 650 Bedienungspunkte in der Schweiz als unausweichlich. (sb)
Rückschlag für SBB Cargo
Die Tochter der Schweizerischen Bundesbahnen verzeichnet trotz Umsatzzuwächsen einen Einbruch im Ertrag