Rostocker Hafen steigert Umschlag

09.01.2009 16:59 Uhr
Arndt
Gedämpfter Optimismus in Rostock (Bild: Arndt)
© Foto: Arndt

Ostseehafen plant neue Investitionen: Liegeplätze sanieren, Stromversorgung verbessern sowie weitere Bauflächen im Hafen schaffen

Rostock. Der Rostocker Hafen, Mecklenburg-Vorpommerns größter Seeumschlagplatz, hat den Umschlag im vergangenen Jahr noch einmal gesteigert. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 28,6 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten ¬ 400.000 Tonnen oder 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung sei angesichts der internationalen Finanzkrise keineswegs selbstverständlich, sagte heute der Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft, Ulrich Bauermeister. Als besonders erfreulich bezeichnete Bauermeister die Entwicklung des Seehafens als Kernstück des Umschlagplatzes. Mit 27,2 Millionen Tonnen Fracht sei dort ein neuer Umschlagrekord erzielt worden ¬ 700.000 Tonnen oder drei Prozent mehr als 2007. Im RoRo-, Flüssig- und Schüttgutbereich habe es Zuwächse gegeben, während die Entwicklung bei Fähr- und Stückgütern rückläufig gewesen sei. Allein der RoRo-Umschlag (Roll on, roll off) sei um eine Million auf 2,3 Millionen Tonnen angestiegen. Bei Flüssig- und Schüttgütern lag das Plus bei 18 beziehungsweise 17 Prozent. Auf den Fährlinien von und nach Gedser (Dänemark), Trelleborg (Schweden), Helsinki (Finnland) und Tallinn (Estland) sowie Ventspils (Lettland) wurden 2008 wie im Vorjahr 2,4 Millionen Passagiere befördert. Mit „gedämpftem Optimismus“ blickt Bauermeister in die Zukunft. Es gebe gute strukturelle Voraussetzungen, das Ergebnis von 2008 im laufenden Jahr zu halten, wenn die Konjunktur wieder anziehe, so der Hafenchef. Für 2009 kündigte er Investitionen von 24,5 Millionen Euro an. Vorgesehen sind die Sanierung von Liegeplätzen, die Optimierung der Stromversorgung sowie die Schaffung weiterer Bauflächen im Hafen. (dpa)

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