Vor einem Jahr wurde anläßlich der Kongressveranstaltung Dortmunder Gespräche der Vertrag über die gemeinsame Realisierung und Vermarktung des Tower 24 zwischen dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und dem Lagertechnikanbieter Schäfer-Noell unterzeichnet. Nun steht der erste Prototyp der automatischen Wareübergabestation kurz vor der endgültigen Fertigstellung und soll schon bald in den Probetrieb gehen. Das Selbstabholungskonzept soll das Problem der so genannten letzten Meile, also die Zustellung von Waren und Paketen an den Endkunden, lösen. Die Lieferung an die Haustür hat sich vor allem im E-Commerce als ein Nadelöhr erwiesen. Es wurden deshalb bereits verschiedene Systeme für die alternative Selbstabholung durch den Kunden entwickelt. Der Tower 24 bietet nun eine vollautomatische Lösung, die auf einen Einsatzschwerpunkt mit hoher Abholfrequenz zugeschnitten ist. Der große Ausgabeautomat, der bis zu 600 Behälter fassen kann, benötigt dabei eine Grundfläche von nur 16 Quadratmetern. Der Tower 24 soll eine Umschlagleistung von deutlich über 100 Sendungen pro Stunde erreichen. Anlässlich des Richtfestes wurde auch bekannt, dass man nun auch den Logistikdienstleister Hermes Versand Service (HVS) als dritten Projektpartner mit ins Boot geholt hat. Die Otto-Tochter erschließt bereits seit mehreren Jahren alternative Zustellwege für die Belieferung an die Haustür.
Richtfest für den Tower 24
Am Vortag zu dem Logistikkongress Dortmunder Gespräche wurde das Richtfest der automatischen Warenübergabestation Tower 24 gefeiert.