Mainz - Die ab 2003 geplante Autobahn-Maut für Lastwagen soll in Rheinland-Pfalz möglicherweise auf dicht befahrene Bundesstraßen ausgedehnt werden. Außerdem werde geprüft, ob einzelne Autobahnabschnitte aus der am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Regelung herausgenommen werden könnten, sagte ein Sprecher des Mainzer Verkehrsministeriums am Freitag. Eine mögliche Mautbefreiung könne verhindern, dass sich der Lastverkehr auf Bundesstraßen verlagere. Das Land könnte die in Betracht gezogenen Ausnahmeregelungen in einer Verordnung zum Bundesgesetz verankern. Das Kabinett in Berlin hatte einer Autobahnmaut für Lastwagen ab zwölf Tonnen vom Jahr 2003 an zugestimmt. Die von der Fahrstrecke abhängige Gebühr wird danach im Durchschnitt zwischen 27 und 37 Pfennig (14 bis 19 Euro-Cent) pro Kilometer liegen. Die Transportunternehmer forderten unterdessen die Anrechnung der Maut auf die Steuerbelastungen ihres Gewerbes. Ansonsten würden Speditionen doppelt abkassiert und in den Ruin getrieben, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistitik und Entsorgung, Karlheinz Schmidt, in Frankfurt am Main. Künftig sollten die Mineralöl- und Kraftfahrzeugsteuern mit der Maut verrechnet werden, um eine Doppelbelastung des Transportgewerbes zu vermeiden. (dpa)