Wenig hoffnungsvolle Aussichten auch bei der französischen Bahn: Allein das für die Infrastruktur verantwortliche Réseau Ferré de France rechnet für 2001 mit einem neuerlichen Defizit von 3,2 Milliarden Mark; es würde damit um 107 Millionen höher ausfallen als der letztjährige Fehlbetrag. Schuld an der schier aussichtlos scheinenden Lage ist die bei Gründung des Unternehmens von der Staatsbahn SNCF übernommene Schuldenlast; sie beläuft sich auf 45,62 Milliarden Mark. RFF will in zehn Jahren eine positive Bilanz vorlegen können. Den Neujahrsempfang für die Presse hat RFF-Chef Claude Martinaud deshalb dazu genutzt, vom Staat weit größere Anstrengungen zur Entschuldung des Unternehmens zu fordern. Die zuletzt erhaltene Finanzspritze belief sich auf 3,58 Milliarden Mark. Umgerechnet knapp 21 Milliarden Mark solle die Öffentliche Hand bereitstellen, damit RFF die gesteckten Ziele erreichen könne, meinte Martinand. (vr/jb)
Réseau Ferré de France (RFF) will über 20 Milliarden vom Staat
Schienennetzbetreiber hat hohe Schuldenlast von der SNCF übernommen