Berlin. Außer in die westdeutschen Straßen will der neue Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auch in das Schienennetz investieren. „Wir müssen bauen“, sagte der CSU-Politiker der „Wirtschaftswoche“. Ziel sei es, die Zuwächse beim Transport von Gütern und Menschen über die Schiene zu bewältigen - also nicht weiter die Straßen zu belasten. „Dann hätten wir schon wahnsinnig viel erreicht.“ Ramsauer warb erneut für ein Investitionsprogramm West - trotz der Kritik, die an diesem Vorstoß laut geworden war. Seit der Wiedervereinigung seien vor allem Straßen und Schienen in Ostdeutschland ausgebaut worden. Mittlerweile hätten die westdeutschen Bundesländer Nachholbedarf. „Viele Autobahnen in Westdeutschland befinden sich fast noch im Nachkriegszustand“, sagte Ramsauer. Der Koalitionspartner FDP lehnt es allerdings ab, Geld nach Himmelsrichtungen zu verteilen. FDP-Politiker hatten zuletzt vor einem neuen Ost-West-Streit gewarnt. (dpa)
Ramsauer will Schienennetz ausbauen
Außer in die westdeutschen Straßen will der neue Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auch in das Schienennetz investieren