UTRECHT Railion Benelux BV erwirtschaftete im letzten Jahr einen Umsatz von 301 Millionen Mark und damit 6,3 Prozent mehr als 1999. Allerdings weist das Bahnunternehmen einen Verlust von 7,2 Millionen Mark aus, nach 17 Millionen Mark Verlust 1999. Das Transportaufkommen betrug 2000 etwa 25,4 Millionen Tonnen, was im Vorjahresvergleich einem Plus von 10 Prozent entspricht. Zugelegt habe das Unternehmen vor allem in den klassischen Segmenten, das heißt bei Kohle, Getreide und Abfällen, sagte Carel Robbeson, Sprecher der Geschäftsführung des Bahnunternehmens, am Montagnachmittag in Utrecht vor Journalisten. In spätestens zwei Jahren wolle Railion wieder schwarze Zahlen ausweisen. Robbeson räumte ein, dass man dieses Ziel bereits zu einem früheren Zeitpunkt habe erreichen wollen. Allerdings hätten gewisse Vereinbarungen im Zusammenhang mit den Fusionsgesprächen zwischen den niederländischen NS und der Deutschen Bahn "uns einige Lasten auferlegt, die wir nicht so schnell kompensieren konnten". Entschieden widersprach Robbeson Gerüchten in den Niederlanden, wonach der NS-Konzern seinen Anteil von sechs Prozent an Railion im kommenden Jahr verkaufen wolle. Dies sei nicht der Fall, betonte der Bahn-Manager. Richtig sei, dass der NS-Konzern die grundsätzliche Möglichkeit zum Verkauf habe. Davon werde das Unternehmen jedoch vorerst keinen Gebrauch machen. Sorgen bereiten dem Bahn-Manager die wachsenden Kapazitätsengpässe auf dem niederländischen Bahnnetz, worunter vor allem der Güterverkehr leide. (vr/eha)
Railion Benelux BV: In zwei Jahren schwarze Zahlen
Der Verlust des Unternehmens sank um fast 10 Millionen Mark.