Probleme bei Lkw behindern Ausbau des DaimlerChrysler-Geschäfts

01.06.2001 00:03 Uhr

Krise bei US-Nutzfahrzeugtochter Freightliner bindet Management-Kapazitäten

Der internationale Ausbau des DaimlerChrysler-Geschäfts wird durch Probleme im Nutzfahrzeug-Bereich behindert. Vor allem die Krise beim amerikanischen Lkw-Produzenten Freightliner habe Management-Kapazitäten gebunden, die den Ausbau in Asien behinderten, sagte Nutzfahrzeuge-Vorstand Eckhard Cordes in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Freightliner hat Management-Kapazitaten gebunden, auch meine", sagte er. Überfordert sei das Management aber nicht. Die im vergangenen November angekündigte globale Allianz mit dem amerikanischen Baumaschinenhersteller Caterpillar werde möglicherweise nicht wie ursprünglich geplant zu Stande kommen, sagte Cordes weiter. "Ob wir zu einer so engen Zusammenarbeit kommen wie angedacht, ist nicht mehr sicher." Das Rahmenabkommen aus dem November sah vor allem ein Joint Venture für den Bau mittelschwerer Motoren vor. Zur Krise bei der US-Nutzfahrzeugtochter Freightliner sagte Cordes: "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, möchte aber auch nicht bestätigen, dass Freightliner 2002 wieder Gewinn macht". Cordes sagte, das US-Management habe Freightliner nicht mit genügender Härte an den schrumpfenden Markt angepasst. Cordes machte deutlich, dass zunächst die Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit mit Mitsubishi (DaimlerChrysler-Anteil 37,3 Prozent) auf dem Gebiet der Lastwagen vorangetriebe werde. Dann erst folge Hyundai in Korea (Anteil 10,5 Prozent). In China rechnet Cordes mit dem Abschluss eines Joint Ventures mit dem Nutzfahrzeughersteller First Automotive nicht vor Jahresende. Sein Vorganger Dieter Zetsche hatte im vergangenen Jahr noch einen Abschluss der Verhandlungen fur das Jahresende 2000 vorausgesagt. (vr/dpa)

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