Bei der Post stehen die Zeichen auf Streik. Die zweite Tarifrunde für die rund 240 000 Beschäftigten wurde am Freitag in Mannheim auf den 10. Juni vertagt. "Die Beschäftigten sind jetzt aufgerufen, sich auf einen Streik vorzubereiten", sagte ver.di- Verhandlungsführer Rolf Büttner nach fünfstündigen Verhandlungen: "Nur durch den Druck der Postlerinnen und Postler lässt sich am Verhandlungstisch etwas bewegen." Ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Deutsche Post AG hat laut Gewerkschaft erneut kein Angebot vorgelegt. Der Verhandlungsführer der Post, Walter Scheurle, hatte die Gewerkschaftsforderung bei der ersten Runde am 25. April in Köln als unvertretbar hoch und unrealistisch bezeichnet: Er erwarte mehrere schwierige Verhandlungsrunden. Eine ver.di-Sprecherin sagte am Freitag, die Gewerkschaft sei "maßlos enttäuscht", dass die Post-Arbeitgeber ihren Worten keine Taten folgen ließen. Sie hätten selber ein Interesse an einer zügigen Einigung bekundet. Nun sei "in absehbarer Zeit" mit einem Streik zu rechnen. (vr/dpa)
Post-Tarifrunde erneut vertagt
Verdi ruft zum Streik auf