Post legt bei Umsatz und Gewinn zu

04.11.2004 19:12 Uhr

Die Deutsche Post World Net konnte in den ersten neun Monaten ihr Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um 10,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro erhöhen. Der Umsatz ist um 9,7 Prozent auf 31,7 Milliarden Euro gestiegen.

Bonn. Haupttreiber dieser positiven Umsatzentwicklung waren die Unternehmensbereiche Express und Logistik. Der Konzerngewinn lag nach neun Monaten bei 890 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 869 Millionen Euro. "Vor diesem Hintergrund beabsichtigen wir, auch unsere Aktionäre an der positiven Gesamtentwicklung mit einer Dividendenerhöhung teilhaben zu lassen", sagte Finanzvorstand Edgar Ernst. Aus heutiger Sicht plant der Vorstand, dem Aufsichtsrat eine Dividende für das Geschäftsjahr 2004 in Höhe von 50 Cent pro Aktie vorzuschlagen. Für das vergangene Geschäftsjahr hatte die Post eine Dividende von 44 Cent. Im dritten Quartal hat sich der Umsatz um 9,9 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro verbessert. Das betriebliche Ergebnis stieg auf 575 Millionen Euro im Vergleich zu 570 Millionen Euro im Vorjahr; der Konzerngewinn ist insbesondere wegen höherer Anteile Dritter durch den Postbank-Börsengang um 22,8 Prozent auf 169 Millionen Euro zurückgegangen. Der Unternehmensbereich Brief konnte in den ersten neun Monaten seinen Umsatz steigern. Er betrug in den ersten neun Monaten 9,4 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent. Neben dem Zuwachs im Geschäftsfeld "Brief International" trug dazu maßgeblich das Geschäftsfeld "Direkt Marketing" bei, dessen weiterhin positive Umsatzentwicklung Rückgänge im Geschäftsfeld "Brief Kommunikation" überkompensierte. Das Ebita betrug 1,5 Milliarden Euro und lag damit unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro. Der Unternehmensbereich Express verzeichnet in allen Regionen operative Umsatzzuwächse. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 25,1 Prozent auf rund 13 Milliarden Euro. Den überwiegenden Anteil an diesem Zuwachs leisteten die Akquisitionen. Erhöhte Aufwendungen für Marketing und Infrastruktur in den USA belasteten das betriebliche Ergebnis für die Region "Americas". Trotz der Integrationskosten in den USA konnte ein Ergebnisplus erreicht werden. Für den gesamten Unternehmensbereich betrug das Ebita 148 Millionen Euro, eine Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Unternehmensbereich Logistik (Luftfracht, Seefracht und kundenspezifisches Lösungsgeschäft) entwickelt sich positiv. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten des Jahres um 14,2 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro. Beide Geschäftsfelder "DHL Solutions" und "DHL Danzas Air & Ocean" legten operativ zu. Das Ebita stieg um 45,9 Prozent auf 197 Millionen Euro. Der Konzern geht davon aus, dass der Bereich Logistik sich auch im weiteren Jahresverlauf positiv entwickeln wird und rechnet jetzt mit einem Ebita-Anstieg von mindestens 25 Prozent. Zuvor rechnete der Konzern mit einer Steigerung von mindestens 10 Prozent. Der Bereich Finanzdienstleistungen umfasst die Postbank, den "Renten Service" und die Filialen. Die Postbank hat am 3. November ihre Ergebnisse separat ausgewiesen. Die Erlöse des Unternehmensbereiches fielen um 8,2 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Hauptursache waren die rückläufigen Zinserträge der Postbank. Insgesamt bestätigt der Konzern seine Ergebnisprognose für 2004 mit einem Plus zwischen 7,5 und 12,5 Prozent gegenüber 2003. Für 2005 geht der Konzern nach wie vor von einem Ebita in Höhe von mindestens 3,6 Milliarden Euro aus. Für den Unternehmensbereich Brief rechnet der Konzern ganzjährig mit einem Ebita auf dem Niveau des Vorjahres. Im Unternehmensbereich Express wird wegen der erhöhten Aufwendungen in den USA nun ein Rückgang des Ebita um 20 Prozent erwartet. Der Konzern blickt besonders optimistisch auf den Unternehmensbereich Logistik und hat die Erwartung für das Gesamtjahr 2004 angehoben.

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