Der Anteil polnischer Lkw am gesamten Straßengüterverkehr zwischen Deutschland und Polen beträgt über 85 Prozent. Das hat das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in einem gerade veröffentlichten Sonderbericht zum deutsch-polnischen Güterverkehr festgestellt. Als Hauptursache für die Dominanz der polnischen Transporteure werden die geringeren Lohnkosten für Fahrer genannt. Laut einer Befragung von Unternehmen durch das BAG ergeben sich beim Einsatz polnischer Lkw mit polnischem Fahrpersonal Kostenvorteile von 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Einsatz von deutschen Fahrzeugen mit deutschem Personal. Zwischen 1993 und 1999 ist die beförderte Gütermenge zwischen den beiden Staaten im Straßengüterverkehr von 10,7 Millionen Tonnen auf 13,2 Millionen Tonnen gestiegen. Dies entspricht einem Mengenzuwachs von 23 Prozent. Im Eisenbahngüterverkehr hingegen ist das Beförderungsaufkommen wie auch in der Binnenschifffahrt in diesem Zeitraum gesunken. Mit Blick auf die bevorstehende Aufnahme Polens in die Europäische Union rechnet die Kölner Behörde mit einer überdurchschnittlichen Zunahme des Güterverkehrs zwischen beiden Staaten. Dabei soll vor allem die Nachfrage nach logistischen Gesamtkonzepten mit hoher Beförderungsqualität, die sich in einer zeitgerechten Beförderung bei kleinen Sendungsgrößen ausdrückt, zunehmen. (vr/cd)
Polnische Transporteure bei Polen-Verkehren führend
Grund sind geringe Lohnkosten für Fahrer